Kategorie-Archiv: Allgemein

Ein Leuchtturm in Wilmersdorf

Wilm2.jpg Foto: Cay Dobberke / Tagesspiegel

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann eröffnete feierlich die kleine „Vorschule“ als eine erste Antwort auf den dringenden Bedarf, der im Bereich vorschulischer Sprachförderung gerade in den Notunterkünften herrsche. Besonders erfreue ihn der

      kulturpädagogische Ansatz

des Kleinen Sterns. Von den etwa 30 Kindern, die zur gleichen Zeit gerade Sprachunterricht bekamen, konnten schon einige von ihnen zeigen, was sie gelernt hatten. Mit Musikinstrumenten, selbst gemalten Bildern und kleinen gebauten Modellen aus Pappe besuchten sie am Ende die Veranstaltung und sangen ihre Lieder, allen voran das Begrüßungslied vom Kleinen Stern. Der Staatssekretär für Integration, Daniel Tietze, machte auf die

      konfliktreiche Situation

in der Einrichtung aufmerksam, in der viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und unter den extremen Bedingungen der Fluchterfahrung zusammengekommen sind. Eine Sprache zu erlernen sei gerade hier eine besondere Herausforderung, der sich Der Kleine Stern erfolgreich angenommen habe. Ines Rackow, die in der Senatsverwaltung das Programm betreut, betonte, frühe Sprachförderung stehe ganz oben auf der Prioritätenliste der

      Berliner Bildungspolitik

Hier sei Der Kleine Stern genau das passende Angebot. Der Leiter der Unterkunft, Stephan Wesche, freute sich, dass jetzt Profis am Werk seien, die das bisherige Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unterstützen. Unter den vielen Projekten, die in der Einrichtung schon arbeiteten, sei Der Kleine Stern ein

      Leuchtturmprojekt

Im Rahmen der kunst- und theaterpädagogischen Arbeit bieten Liebisch und sein Team jetzt auch musikalische und sprach-rhythmische Übungen mit Apps und zusätzlich Capoeira an.

Dafür stehen gegenwärtig vier Räume in der Notunterkunft im alten Rathaus Wilmersdorf zur Verfügung, geplant ist eine Erweiterung. Der Kleine Stern ist dort täglich an den Werktagen von 9 bis 13 Uhr zugegen. In der Unterkunft, die im August 2015 eingerichtet wurde, leben derzeit etwa 1.000 Menschen, die mit ihren Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten flüchten mussten. An jedem Tag, wenn die Sternenbetreuer*innen den Hof und das Gebäude in Wilmersdorf betreten, werden sie freudig von den Kindern empfangen, mit einem Leuchten nicht nur auf ihren Gesichtern, sondern auch auf den Gesichtern der Erwachsenen, die sie begleiten.

Vorschulische Sprachförderung

Im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft arbeitet die „Edusation gGmbH“ in den Hangars  des ehemaligen Flughafens Tempelhof in Berlin. Hier darf Der Kleine Stern leuchten. Sehen Sie ein 360° Video entstanden in Kooperation mit TAMAJA und SAVE THE CHILDREN.

Der Kleine Stern – Evaluation Praxisseminar

img_20

Gefördert vom Programm „Soziale Stadt“ begleiteten Prof. Romi Domkowsky von der Evangelischen Hochschule Berlin und ihre Assistentin Jana Duttmann Den Kleinen Stern von September 2015 bis März 2016 in drei verschiedenen Kitas in Marzahn. In der Evaluationsphase wurde die Kommunikation zwischen den beiden Gruppen ‚Kinder’ und ‚Kita-Erzieher_innen’ eingehend beobachtet. In ihrem 23-seitigen Bericht machen die beiden Wissenschaftlerinnen darauf aufmerksam, dass die Ergebnisse ihrer Untersuchung nur einen ersten Eindruck liefern können. Denn der Zeitraum der Auswertung und die Zahl der Kitas waren begrenzt. Die Expertise lieferte in diesem Rahmen dennoch sehr genaue, spannende und detaillierte Ergebnisse. Sie zeigt, auf welch vielfältige Weise das Lern-Erlebnis-Programm im Kita-Alltag eingesetzt werden kann und dass es die Arbeit des Personals bereichert.

„Viele Erzieherinnen“, so heißt es in dem Dokument, „übernahmen Ideen aus den Sternstunden in ihre alltägliche Arbeit. Dabei handelt es sich um strukturierte Spiele und einzelne Methoden, die sie immer wieder anwenden können. Die Pädagoginnen bauten Elemente des Programms flexibel und passend in ihren Alltag ein.“ Was bedeutet, dass „sehr gute Ansätze einer Implementierung des Lern-Erlebnis-Programms in die Kindertageseinrichtungen erkennbar“ sind. Große Chancen, so der Bericht, biete Der Kleine Stern dort, wo seine Materialien und Geschichten individuell in die alltägliche pädagogische Arbeit einbezogen und deren Einsatzmöglichkeiten erweitert würden. Eigene Ideen und besondere Lerninhalte könnten so integriert werden. Schlüsselpersonen für die Implementierung des Programms seien dabei die in den Kitas arbeitenden pädagogischen Fachkräfte. Ihre Motivation stelle die Voraussetzung für die Implementierung dar. „Hilfreich dafür war die Begeisterung über die Sternstunden, die viele Erzieherinnen zeigten. Zusätzlich motivierend wirkte die Freude über die eigene erfolgreiche Arbeit mit Dem Kleinen Stern.“ Darüber hinaus konnten die beiden Wissenschaftlerinnen feststellen, dass die Erzieher_innen selbst durch das Interesse der Kinder für Den Kleinen Stern und durch ihre Nachfragen motiviert wurden, sich mit dem Programm auseinanderzusetzen und nach Möglichkeiten zu suchen, es in den Kita-Alltag zu integrieren. „Auf diese Weise können die Kinder als ein Motor der Implementierung gesehen werden.“ Was im Detail bedeutet:

Der Kleine Stern lässt sich durch die Erzieher_innen in den Kitas in mehrfacher Hinsicht einsetzen:

  • Als selbst gestaltete Sternstunden, in denen bestimmte Elemente oder Rituale übernommen werden, die im weiteren Verlauf aber auf die Themen der Kinder ein
  • In Form von Projekten, die dann einer intensiveren Vorbereitung durch das Kita-Personal bedürfen.
  • Indem einzelne Materialien Des Kleinen Sterns zur gezielten Sprachvermittlung oder pädagogischen Förderung eingesetzt wer
  • Als Überbrückungsangebot in Vertretungsstunden.
  • Indem Elemente, Methoden und Materialien Des Kleinen Sterns an die jeweilige pädagogische Konzeption und in Orientierung an die Bedürfnisse und die Entwicklung der Kinder angepasst werden. Hier ist das Material flexibel genug, verlangt aber von den Erzieher_innen Mut zur eigenen Kreativität.

„In der Zusammenschau der Ergebnisse,“ so der Bericht, „wird deutlich, dass die Möglichkeit zur eigenen Gestaltung und zur Weiterentwicklung der Elemente des Lern-Erlebnis-Programms Der Kleine Stern der Schlüssel für die erfolgreiche Implementierung in den Kindertagesstätten ist. So können die pädagogischen Fachkräfte das Programm an die Bedürfnisse und Interessen der von ihnen begleiteten Kinder anpassen, ihre eigenen Fähigkeiten einbringen und ihren Ideen folgen. Gleichzeitig können sie flexibel auf die in der Kita vorhandenen Rahmenbedingungen reagieren. Dies ist allerdings nur möglich, wenn sie frei in der Gestaltung sind und nicht durch Vorgaben oder Reglementierungen eingeschränkt werden.“

Grundlegend für die erfolgreiche und ganzheitliche Implementierung des Programms ist also die Entscheidung, welchen Stellenwert das Programm in der Kita einnimmt. „Ich freue mich über das Ergebnis“, sagt Liebisch, „weil es deutlich macht, dass Der Kleine Stern inzwischen erwachsen geworden ist und durchaus auf eigenen Beinen stehen kann. Es ist ein anspruchsvolles Programm, das ein großes kreatives Potential in sich birgt. Romi Domkowsky und Jana Duttmann haben die Vielseitigkeit seiner Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt, die es für den Kita-Alltag so tauglich macht. Wo ich also künftig nicht mehr selbst als Sternenwart agieren werde, stehe ich sehr gern als Berater und Begleiter zur Seite“. Liebisch schickt den ausführlichen Bericht auf Nachfrage gern zu.

Die Verfasserinnen des Berichts:

Romi Domkowsky ist Theaterpädagogin (M.A.) und arbeitete 15 Jahre lang mit Kindern in Kindertagesstätten, Schulen und Kulturprojekten. Sie hat eine Professur an der Evangelischen Hochschule Berlin und lehrt an weiteren Hochschulen und Akademien in Deutschland und der Schweiz. Seit langer Zeit forscht sie im Feld der Kulturellen Bildung, insbesondere über Wirkungsweisen theaterpädagogischer Arbeit.

Jana Duttmann studiert in zwei Master-Studiengängen Praxisforschung in sozialer Arbeit und Pädagogik an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin-Hellersdorf und Tanzwissenschaft an der FU Berlin.

 

Arbeit mit geflüchteten Kindern

img_23

Arbeit mit geflüchteten Kindern

Kinder, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, formulieren erste Sätze. Mohadese spricht in einen Tablet-Computer und kann sich sofort hören. Jetzt werden die Geschichten vom Kleinen Stern lebendig. Aus dem Schauspiel wird ein Song. Wir sind selbst erstaunt, wie gut die Aussprache der Kinder nach so kurzer Zeit ist. Und wenn es mal schwierig wird – dann werden die Worte einfach aus dem Mund gezogen.

Tanzen, Singen und Malen werden genutzt, um immer wieder deutsch zu hören und zu sprechen. „Darf ich Deine Mütze streicheln“ ist Voraussetzung dafür, dass die Kinder Den Kleinen Stern, wenn er aus der Tasche kommt, auch anfassen dürfen. Durch die lebendige Atmosphäre und den Einsatz theatraler Elemente entstehen schnell Beziehungen zu den Kindern. TAZ-Artikel vom 240216 zu dieser Arbeit
img_25

Brücken bauen zwischen Forschung und Praxis

img_22

Brücken bauen zwischen Forschung und Praxis

Ein Fachtag des Forschungsnetzes Frühe Bildung lieferte auch Impulse für Den Kleinen Stern

Die unterschiedlichen Themen, die der Fachtag an der Hochschule Stendal aufzuweisen hatte, waren auch für Den Kleinen Stern von Interesse. Christian Liebisch reiste deshalb nach Stendal und besuchte dort Vorträge unter anderem über „Computer im Vorschulbereich“, „Ko-Konstruktion in der Kitapraxis“ und „Sonnenschein oder Störenfried? – Ein systemischer Blick auf verhaltensauffällige Kinder“. Gerade diese drei Forschungsbeiträge waren geeignet, einmal einen ganz konkreten Praxisabgleich mit dem Kleinen Stern vorzunehmen, schreibt Christian Liebisch.


„Computer im Vorschulbereich“- Vortrag von Dr. Henry Herper

Kinder und Computer
Gruselmusik mit eigenen Geräuschen

Es sieht ganz danach aus, dass die pädagogische Praxis der gesellschaftlichen Realität hinterher hinkt. In den Schul- und Bildungseinrichtungen sind die Ideen der Politik, mit denen das Personal im IT-Bereich geschult werden könnte, noch lange nicht umgesetzt worden. Immer noch herrscht allenthalben eine große Skepsis. Hier, so sieht es aus, ist gerade Der Kleine Stern mit seiner praktischen Arbeit in Kitas weit vorn, nicht nur im Einsatz moderner, innovativer Hardware, sondern auch in der Schulung der Kompetenzen im Umgang mit den neuen Medien.

Eine Suchmaschine zum Beispiel antwortet nicht auf die Frage „Was ist das?“ Wer nach Antworten und Inhalten im Web sucht, muss schon ein Bewusstsein dafür mitbringen, was er sucht und vor allem was er schon weiß. Dieses Wissen muss in eine Frage eingebunden werden. So trainiert das Lern-Erlebnis-Programm in seinem „Planetenritual zur Wortforschung“ gezielt diese Form des Fragens. Die Ergebnisse sind immer wieder erstaunlich: trotz komplexer Satzstrukturen ritualisieren Kinder das Einbinden ihres vorhandenen Wissens in ihre Fragehaltung.

Der Umgang mit den neuen Medien erfordert auch immer wieder neue Entscheidungen. Welches von den vielen digitalen Fotos gefällt mir am besten? Mit welchem Song aus einer riesigen Auswahl möchte ich mich identifizieren? Mit vielen Methoden, wie z.B. dem „Sternenkarten malen“ oder dem „digitalen Fotosuchspiel“ schult das Lern-Erlebnis-Programm die ästhetische Entscheidungsfindung und fördert damit ganz nebenbei den aktiven, gestalterischen Umgang mit Computern.


„Ko-Konstruktion in der Kitapraxis“ Workshop mit Prof. Dr. Annette Schmitt

Projektarbeit
Projekte mit Musikinstrumenten

Nein es gibt keinen Nürnberger Trichter! Wir müssen schon alles selber lernen und vor allem lernen wollen. Das „Ko“ in dieser Konstruktion kommt immer von einem Partner. Neues Verständnis entsteht am besten im Teamwork. Wenn es um die Haltung des Erwachsenen im Lern-Erlebnis-Programm Der Kleine Stern geht, beschreibt „Ko-Konstruktion“ dies am besten. Neue Erkenntnisse werden gemeinsam erspielt: Der Erwachsene agiert nicht mehr von oben herab – „Ich erklär Dir die Welt“ -, sondern wird Partner in Spielsituationen. Am besten wird dies in der Handhabung der Handpuppe deutlich. Gemeinsam mit der Handpuppe kann die „Sternstunde“ moderiert werden. Sie übernimmt dabei die kindliche Haltung, während der Erwachsene in seiner Rolle als Erziehender bleiben kann. Der Kleine Stern ist kindlich neugierig, ungeduldig oder unwissend und tritt mit den Kindern in den Dialog. So werden gemeinsam Gedankenfäden gesponnen und die Frage „Was sind Gedanken?“ wird zum spannenden Experiment. Geschichten vom Kleinen Stern können mit den Bildern und den vielen Fragen entdeckt und erzählt werden.

Die Erlebnisse in der „Sternstunde“ sind für die Kinder so anregend, dass sie aus den Inhalten ihre eigenen Projekte machen. Die Ideen der Kinder aufzugreifen und weiter zu verfolgen macht auch den Erwachsenen Spaß. Alle an diesem Spiel Beteiligten finden sich in einem gemeinsamen, lebensfrohen und begeisternden Forschungsprozess wieder.


„Sonnenschein oder Störenfried? – ein systemischer Blick auf verhaltensauffällige Kinder“

 Der Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern gerät manchmal zu einem konfrontativen Tauziehen. Hier hilft manchmal ein Blickwechsel, der die verhärtete Situation wieder durchlässiger macht. Kann ich dem Verhalten auch tolle Seiten abgewinnen? Statt auf die Probleme zu starren, nehmen wir wieder die Lösungen in den Blick.

Spielsituation
Rollenspiel mit den Figuren

Was bietet die Praxis des Lern-Erlebnis-Programms für diesen Paradigmenwechsel an? Beim Kleinen Stern wird eine Einladungskultur gepflegt. Mit seinen theaterpädagogischen Methoden können schnell neue Attraktionen in den Raum gestellt werden, und aus einer konfrontativen Situation wird plötzlich ein Erlebnis, das begeistert. Hier ein Methodenbeispiel: In der „Wortforschungsphase“ steht ein neuer Begriff im Raum, doch manche Kinder sind nicht mehr aufmerksam dabei und werden lauter. Die Aufforderung an sie, ruhig zu sein, führt zu keinem Erfolg. Die Lösung: Informationen rarmachen, denn alles, was rar ist, sieht danach aus, interessant zu sein. Dialog: „Ich sage Euch jetzt nicht wie die langen dünnen Dinger auf der Gitarre heißen, ich sag das jetzt nur noch der Wand.“ In gemäßigter Lautstärke bekommt die Wand die Information „Gitarrensaite“. Die Kinder werden sofort leiser und versuchen, den Begriff „Gitarrensaite“ zu er-horchen. Nach einer Weile gelingt Ihnen das natürlich, und alle schreien den Begriff heraus.

Die zahlreichen und unterschiedlichen Charaktere der Figuren im Lern-Erlebnis-Programm bieten zudem viele Möglichkeiten, die Kinder zu unterstützen und ihre noch unbekannten Stärken zu entdecken. Der Grüne Planet hilft, sich auf Forschungsvorhaben zu konzentrieren, die Sonne unterstützt dabei, auch mal im Mittelpunkt stehen zu können.

An diesen Beispielen hat der Fachtag an der Hochschule Stendal einerseits gezeigt, dass Der Kleine Stern durchaus als eine Brücke zwischen Forschung und Praxis betrachtet werden kann. Der Fachtag hat andererseits auch dem Kleinen Stern wichtige Anregungen gegeben, das Programm und seine Methoden zu verfeinern und auf diese Weise weiterzuentwickeln.

Vom Kleinen Stern profitieren

img_21

Vom Kleinen Stern profitieren

Christian Liebisch,  die Kita Spielhaus und das Bildungsnetzwerk Hellersdorfer Promenade hatten zu dieser ersten Veranstaltung eingeladen, in der  das Lern-Erlebnis-Programm vorgestellt und gezeigt wurde, wie auch Sie es in Ihrer Kita anwenden können.

  • Wie sieht ganzheitliche Sprachförderung beim Kleinen Stern aus?
  • Wir haben aus der Praxis in der pädagogischen Fortbildung berichtet.
  • Wie kann Ihre Einrichtung vom Kleinen Stern profitieren?
  • Wir haben die Fortbildungsziele dargestellt.

Rund 20 Teilnehmer_innen haben sich auf dieser ersten Veranstaltung auch in praktischen Übungen über die Arbeit mit Dem Kleinen Stern informiert und sich im Anschluss über die Erfahrungen mit dem Programm in angeregten Gesprächen ausgetauscht. Die Veranstaltung fand am Mittwoch, dem 28.Oktober 2015 in der Kita Spielhaus statt.

Weitere werden folgen. Haben Sie Interesse? Wir freuen uns über Ihre Nachricht. Schreiben Sie an: transfertag [at] derkleinestern.de oder rufen Sie uns einfach an: 030 – 89 56 81 56.


Gefördert Im Rahmen des Programms Soziale Stadt:

img_4

Der Kleine Stern ganz groß

Der Kleine Stern ganz groß

Das Fortbildungsprojekt findet im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme für Kita-Erzieher_innen statt mit dem Ziel seiner Verstetigung. Denn Der Kleine Stern soll nachhaltig und unabhängig von seinem Urheber Christian Liebisch angewendet werden können. Bisherige Erfahrungen haben gezeigt, dass dies grundsätzlich möglich ist. Kinder und Kita-Erzieher_innen wurden immer wieder dazu angeregt, selbstständig mit dem Material und den Methoden zu agieren.

Die Qualifizierungsmaßnahme wird wissenschaftlich von Prof. Romi Domkowsky und Jana Duttmann begleitet und im Zeitraum September 2015 bis März 2016 evaluiert. Romi Domkowsky ist Theaterpädagogin (M.A.) und arbeitete 15 Jahre lang mit Kindern in Kindertagesstätten, Schulen und Kulturprojekten. Sie hat eine Professur an der Evangelischen Hochschule Berlin und lehrt an weiteren Hochschulen und Akademien in Deutschland und der Schweiz. Seit langer Zeit forscht sie im Feld der Kulturellen Bildung, insbesondere über Wirkungsweisen theaterpädagogischer Arbeit.
Jana Duttmann studiert in zwei Master-Studiengängen Praxisforschung in sozialer Arbeit und Pädagogik an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin-Hellersdorf und Tanzwissenschaft an der FU Berlin. In der Evaluationsphase wird die Kommunikation zwischen den beiden Gruppen ‚Kinder’ und ‚Kita-Erzieher_innen’ eingehend beobachtet und in kurzen Interviews reflektiert.

Gefördert im Rahmen des Programms Soziale Stadt:

Karl Pferdinand und die „Kleinen Traber“

titel_karl

Revuebeitrag zum 120-Jahre-Jubiläum in Karlshorst

Am 6.Juni 2015 wurde im Kulturhaus Berlin-Karlshorst das 120-jährige Jubiläum des Stadtteils gefeiert. Karl Pferdinand, unser sympathisches Pferd, das den ‚Kleinen Stern‘ schon lange bewundert, fasste die Gelegenheit beim Schopf, endlich einmal auch selbst mitwirken zu können. Denn das putzmuntere Pferd bekam einen Brief von den Kindern der Kita „Kleine Traber“. Es wurde von ihnen eingeladen, vorbeizugallopieren. Und schon war der Beitrag zu dieser Revue geboren. Christian Liebisch erzählt genauer, wie es dazu kam. Den Beitrag könnt Ihr oben hören:

Es gibt ein Pferd namens Karl. Dieses Pferd wohnt irgendwo auf dem Bauernhof und bekommt tatsächlich einen Brief aus der großen Stadt von den Kleinen Trabern in Karlshorst. Die wohnen nämlich neben der Trabrennbahn und die möchten den Karl gern bei sich haben bei dem Fest. Und er solle doch bitte auch ein paar Freunde mitbringen, je mehr, desto besser. So steht es jedenfalls in dem Brief.

Deswegen wandert Karl los und fragt zuerst die Schweinchen. Die Schweinchen fragen erst mal nach, ob’s da auch was zu futtern gibt, bei dem Fest in Karlshorst. Natürlich gibt’s da was zu futtern. Dann werden die Ziegen gefragt. Die Ziegen wollen natürlich immer was zu meckern haben, kommen an einen See, und dort fragen sie die Enten, ob sie mitkommen wollen. Schon sind sie wieder unterwegs, und die Katzen kommen auch noch mit ins Boot.

Und schon sind sie in der Stadt, und dann sind sie auch richtig platt. Sie liegen alle auf dem Boden und müssen dann einmal von Karl gezwickt werden. Und es stellen sich dann keine Schweine und Ziegen und Enten mehr vor, sondern es stellen sich die Kinder der Kleinen Traber vor. Dass man merkt, aha Karlshorst, da gibt’s auch Kinder. Die sind präsent, und die stellen sich auch in dieser Revue vor.

Im Wesentlichen haben die Kinder die Bühnenmusik mitgestaltet, und die Kulissen haben sie mitgestaltet. Wir haben Beiträge der Kinder, Geräusche, Textbeiträge aufgenommen. Die grafischen Grundformen, Dreieck, Viereck, Kreis, haben sie mit Mustern gestaltet. Alle Kinder haben da zwei oder drei Blätter abgeliefert. Die wurden eingescannt. Und dann wurde aus diesen Elementen, man kann sich das so vorstellen wie Bausteine, visuell Kulissen gebaut. Und diese Visuals, die liefen parallel zur Bühnenshow, so dass die Beiträge der Kinder, die über die ganzen Wochen entstanden sind, da mit auf der Bühne präsent waren. Dieser gemeinsame Entstehungsprozess war ein ganz wichtiger Aspekt bei der Gestaltung dieses Revue-Beitrags.